SEO – wenn dann aber richtig mit Offpage SEO!

SEO, bzw. Search Engine Optimization, gilt seit mehr als 2 Jahrzehnten als der heilige Gral des Interneterfolgs. In der Tat bestand erfolgreiches SEO Ende der 90er Jahre quasi aus der Aneinanderreihung von relevanten Keywords und Text, der für hohe Suchpositionen veranwortlich war. In dieser Zeit war nur ein Bruchteil von Webseiten im Netz verfügbar, weshalb es auch einfach war, mit relevantem Text und entsprechenden Keywords google über die Relevanz einer Webseite mitzuteilen.

Diese Zeiten haben sich aber im Laufe der Zeit rapide geändert. Längst gibt es keine Keywords mehr, lediglich relevanter Text ist von damals als wichtiges Rankingkriterium übrig geblieben. Dazu sind aber mehr als 200 Rankingkriterien dazu gekommen, über deren Gewichtung von Jahr zu Jahr von vielen SEOs spekuliert wird. Zu den wichtigsten Rankingkriterien zählen seit vielen Jahren:

  • Textrelevanz, Textgüte, Texttiefe und lesbare Textaufarbeitung
  • Titel und Meta Description (erscheinen in den Suchergebnissen) sind relevant und animieren zum Klick
  • Indizierbarkeit und Mobile Optimierung
  • Schnelligkeit der Webseite
  • Social Signals (also Erwähnungen und Verlinkungen in den sozialen Medien)
  • Trustfaktoren, wie Gütesiegel, Relevanz der dahinterstehenden Unternehmen, Backlinks
  • Eine gute Nutzererfahrung
  • Menge und Güte von Backlinks
  • viele weitere Kriterien

Die meisten dieser Kriterien gelten als onpage SEO Faktoren. Diese Faktoren kann man durch eine optimierte Webseite selber beeinflussen durch gute Technik und knackige, aufbereitete Texte. Allerdings sind es vor allem die offpage SEO Faktoren, die für ein Ranking der entsprechenden Webseiten verantwortlich sind.

Backlinks als wichtigster Rankingfaktor

Seit Einführung des google PageRanks (c) um das Jahr 2000, war klar, dass google die Relevanz einer Webseite mit Hilfe der Anzahl und Güte von Backlinks (also Verlinkungen zur Webseite) misst. Auch wenn es den PageRank (c) nicht mehr gibt, wird aus vielen Kommentaren von Johannes Müller, Search Experte von google deutlich. Auch Experimente einschlägiger, großer SEO Agenturen weisen eine eindeutig positive Korrelation von Linkanzahl, Linkgüte und Rankingerfolgen nach, die höher ist als alle andere Rankingkriterien.

Um gute und viele Backlinks zu bekommen, rät google, dass man “einzigartige Inhalte” schaffen soll, da diese auf natürliche Weise Links bekommen. Aber natürlich heißt das für kleine Firmen, egal aus welcher Branche sie kommen, sich ggf. mit Online Marketing zeitlich zu beschäftigen, um überhaupt eine Chance auf Traffic aus den Suchmaschinen zu bekommen.

Webdesign und SEO von Agenturen

Gerade in den letzten Jahren und dem letzten Jahrzehnt, haben viele Firmen den Schritt in Richtung eigener Webseite endlich gewagt. Vorbei sind die Zeiten des “brauchen wir nicht”, denn mittlerweile weiß jedes Unternehmen, jeder Selbstständige, dass eine Webseite unabdingbar ist, um auch online gefunden zu werden und darzustellen, was man anbietet – eine Art erweiterte Visitenkarte. Als SEO Agentur kann man davon ein Lied singen: Ihre Kunden haben mittlerweile zwar eine Webseite, allerdings blieb der Online Erfolg aus.

Warum? Nun, das etwas technische Webdesign hat erstmal nichts mit Online Marketing zu tun. Man kann eine durchaus optisch ansprechende Webseite designen, die technisch für google aber schlecht lesbar ist oder über viel zu wenig Text für den Nutzer oder auch google zum Verstehen der Inhalte verfügt. Und die wenigsten auf Webdesign spezialisierten Agenturen haben einen kompetenten SEO Spezialisten an Bord, der im Designprozess direkt integriert wird. Allerdings ist das leider für ideales onpage SEO unabdingbar, um überhaupt die Voraussetzungen für ein hohes Ranking der Webseite zu schaffen. Dabei lässt sich gutes, schnelles Design durchaus mit idealem (onpage) SEO kombinieren, es sollte sogar eigentlich immer Hand in Hand laufen. Aber ja, dies kann für den Kunden etwas teurer sein, da die Expertise unterschiedlicher Personen eingekauft werden muss, um dies zu erreichen.

SEO ist ein schwieriges “Angebot” für Kunden

Onpage SEO: Alles auf der Webseite optimieren

Onpage SEO ist dabei für Kunden eigentlich recht schwierig zu verstehen. Es geht immer um textliche, technische und sonstige Optimierungen, um die Grundvoraussetzungen eines guten Suchmaschinenrankings zu schaffen, die einzeln gesehen, aber schwer zu bepreisen sind. Allein das Auflisten aller Tätigkeiten, also idealerweise Berücksichtigung von mindestens 50 Kriterien für SEO-optimiertes Webdesign, würden den normalen Kunden überfordern. Dabei ist das Wissen über diese Rankingkriterien und wie man diese im Individualfall erfüllen kann, als sehr wichtigen Service zu betrachten, der auch Geld kosten muss. Weil es eine Menge Arbeit ist und das Unternehmen langfristig profitiert.

Offpage SEO: Backlinkaufbau / Linkbuilding

Noch schwieriger wird das Angebot von offpage SEO – als eigentlich den noch wichtigeren Faktor für Onlineerfolg. Als Agentur muss man den Kunden klarmachen, dass ein gutes, organisches (also nicht bezahltes) Ranking in google zum gewünschten Keyword nicht ein Hexenwerk ist, sondern auf gutem onpage- und vor allem offpage SEO basiert. Wenn die Webseite erstmal onpage optimiert ist und man auch für regelmäßig relevante Inhalte sorgt, darf man das Thema offpage SEO nicht vergessen. Aber genau hier bieten viele Agenturen keine Services an oder wissen auch gar nicht von der Bedeutung des Linkbuildings.

Klar, google möchte, dass sich Links allein durch die Qualität und die Verteilung von guten Inhalten Links von allein ergeben. Dem ist auch so. Allerdings hat nicht jede kleine Firma die Möglichkeit, über Inhalte neue Verlinkungen zu gewinnen und somit die Linkpopularität zu steigern. Aber natürlich gibt es Formen der Linkpromotion, die zur Gewinnung von Links und so auch idealerweise zu realen Nutzern führt, wie:

  • Das Veröffentlichen von Pressemeldungen in Presseportalen
  • Die Integration des eigenen Unternehmens in Branchen- und/oder Stadtportale
  • Streuen von Unternehmensmeldungen in Social Media
  • Teilnahme an Diskussionen in Foren mit Empfehlung von Links
  • und einige mehr.

Neben dieser Art der Links, kommt den sogenannten “Contentlinks” eine Sonderstellung zu. Das sind Links, die normalerweise Redakteure von sich aus (“natürliche Links”) in redaktionelle Inhalte einbauen als Service für den Nutzer. Diese Contentlinks werden einerseits in thematisch passendem Umfeld gesetzt und auch im Rahmen eines Textes, der den Link zur externen Quelle in ähnlichem Umfeld sieht. Je nach Größe und Bedeutung der Seite, die den Link setzt, liefern die Contentlinks einen hohen “Wert” für die verlinkte Seite.

Content-Linkbuilding über große SEO Agenturen

Da der Backlink-Gewinnung eine enorme Bedeutung zukommt, um mit einer Webseite letztlich Erfolg zu haben, bieten einige SEO Agenturen auch Services zur Steigerung der Linkpopularität an. Gerade was Contentlinks angeht, sind viele Agenturen dazu übergegangen, diese Links auch als Service ihren Kunden zu verkaufen. Problem: Die Webseitenbetreiber müssen nicht nur gefunden werden, sondern die Webseiten auch bewertet und über die Platzierungskosten verhandelt werden. Idealerweise hat man als Kunde aber die Kontrolle über die Platzierung der Links zu der eigenen Webseite, sollte also Platzierungsvorschläge auch ablehnen können. Allerdings rechnet sich diese Arbeit für die Agenturen nicht, da neben den Platzierungsoptionen auch noch Texte geschrieben werden müssen und die Links in diesen Texten zeitlich genau getimed und mit variierenden Linktexten platziert werden müssen. Alles zum Ziel, dass google hier ein “natürliches Linkwachstum” sieht und es mit besseren Rankings mittelfristig belohnt.

Diese Platzierungen kosten nicht nur der Agentur viel Zeit, sondern auch konkretes Geld, welches die Webseitenbetreiber als Werbevergütung einfordern. Soll hier also über längere Zeit eine sinnvolle, da zeitlich gesteuerte, themenrelevante und variierende Backlinkstrategie einem Kunden angeboten werden, ist diese zu günstigen Kosten einfach nicht anzubieten. Wenn die Linkquellen nicht viel kosten, ist in der Regel auch der Wert der Platzierung minderwertig.

Gefährliche und teure Dienstleistung für Kunden

Einige größere SEO Agenturen sind deshalb dazu übergegangen, Listen von Webseiten zu sammeln, die sie über die Jahre entdeckt haben, die für ein entsprechendes Entgeld Artikel mit Links integrieren. Diese Listen werden dann stets mit aktuellen Preisen an alle Kunden in regelmäßigen Zeitabständen geschickt. Man kann dann als Kunde also eine konkrete Platzierung mit konkretem Preis kaufen.

An dieser Vorgehensweise ist erstmal nichts zu kritisieren. Allerdings nehmen es manche Webseitenbetreiber (und auch die Agenturen) nicht zu ernst, diese Art der bezahlten Links auch korrekterweise, wie von google gefordert, als Werbung zu kennzeichnen und mit einer entsprechenden Kennung im Link zu versehen (technisch verschonen wir Sie damit). Wenn dies getan wird, folgt der Webseitenbetreiber nicht den google guidelines. Dass es hiervon viele gibt, liegt auf der Hand, denn redaktionelle Links sind für die Relevanz der verlinkten Seite viel wertvoller als als Werbung markierte Links. Für Links, die klar als Werbung markiert sind, wird in der Regel deshalb auch weitaus weniger Geld bezahlt als für nicht markierte, redaktionelle Links.

Bekommt nun google so eine Liste in die Hände, weil in der Kundenkartei ein Mitarbeiter von google reingekommen ist, kann dies mit einem Downgrade (einer sogenannten penalty) aller gelisteten Webseiten führen. Wird erstmal eine Webseite manuell durch google abgestraft, können auch alle verlinkten Seiten einen negativen Effekt erfahren. Der Effekt wäre also sowohl für alle gelisteten Webseiten-Publisher und alle Kunden verheerend. Je länger diese Webseiten-Listen sind und je mehr Kunden eine Agentur hat, desto höher ist also das Risiko für die Kunden, die SEO Services der Agenturen zu nutzen – selbst wenn ein Verstoß gegen die google guidelines nicht offensichtlich ist.

“Listen” gefährlich

Andersherum gesagt, birgt das Verschicken von Listen an Platzierungsmöglichkeiten als offpage SEO Dienstleistung ein größeres Risiko, als wenn Linkplatzierungsoptionen dem Kunden vorgeschlagen werden, die zum Thema der Kundenwebseite passen. Außerdem sollte eine Prüfung der Webseiten vom SEO Dienstleister erfolgen, ob die jeweiligen Publisher im großen Stil gegen die google guidelines verstoßen, um hier vorzubeugen. Ob dies bei einigen tausend Linkoptionen in großen Linklisten zu gewährleisten, soll von unserer Seite nicht bewertet werden. Tatsache ist aber, dass SEO Dienstleister Zeit in die Begutachtung der Publisher investieren sollten, und zwar regelmäßig zum Schutz des Kunden und dem Ruf der eigenen Dienstleistung.

Fazit: gutes offpage SEO ist Vertrauenssache und kann nicht billig sein

Die Preise für das Management einer guten offpage SEO Dienstleistung können aus genannten Gründen schon nicht günstig sein, da allein das Management von Platzierungen, Prüfungen und Verhandlung von Preisen eine Menge Arbeit vom Experten verlangt, der dazu noch über ein gutes Netzwerk verfügen muss.

Aber im Hinblick auf den nachhaltigen, langfristigen Effekt von offpage SEO, sollte jeder Webseitenbetreibende seine Marketingbudgets lieber in gutes offpage Marketing stecken als in kurzfristig Werbekampagnen. Mit offpage SEO inverstiert man langfristig und nachhaltig in eine gute Platzierung der Webseite, die dann Kunden ohne Werbung generiert, langfristig.

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