Schlankes Webdesign für gute Rankings und Zukunftssicherheit

WordPress ist das weltweit mit Abstand am meisten genutzte CMS System zum Erstellen von Webseiten. Und das nicht ohne Grund: Durch die Einfachheit der Bedienung hat sich das kostenloses CMS so etabliert, dass in den letzten Jahrzehnten tausende von Plugins auch von externen Programmierern beigesteuert wurden, die allesamt die Funktionalität und Optik von WordPress Webdesign erweitern.

Design vor 2020: WordPress Classic Editor, Themes und Plugins und/oder Pagebuilder

Der WordPress Editor war bis kurz vor dem Jahr 2020 ein schöner, schnörkelloser Editor mit einigen Zusatzfunktionen, an den sich die WordPress Designer gewöhnt hatten. Dieser hat mit Webdesign eigentlich nicht viel zu tun, sondern war eher für das Setzen von Content verantwortlich. Das Design einer WordPress Webseite konnte man bisher auf verschiedene Wege umsetzen:

  • Nutzung von professionellen Themes (über z.B. themeforest), die schon viele Designelemente integriert haben, teilweise mit Hilfe von PageBuildern und Plugins
  • Nutzung von beliebigen Themes mit professionellen PageBuildern, mit dem man dann das Design baut

Kein Wunder also, dass die PageBuilder so erfolgreich geworden sind. Angeblich nutzen mehr als 5 Millionen Webseiten allein den Elementor Pagebuilder. Gerade in Medienagenturen sind die Pagebuilder bis heute nicht mehr wegzudenken, da man mit ihnen nahezu jegliche Designs umsetzen kann und so der Kunde völlig individuelle, abgestimmte Webseiten-Designs realisiert bekommt.

Design ab 2021: Gutenberg Block Editor als neuer großer Player für „Full Site Editing“

Auch wenn es WordPress schon vor vielen Jahren vorhatte, eine Art Pagebuilder fest in den Core des Systems von WordPress zu etablieren, waren die bisherigen Entwicklungsstufen des neuen Gutenberg Blockeditors von WordPress eher ernüchternd. Bewertungen waren anfangs extrem schlecht und durch die hohe Anzahl negativer Bewertungen kämpft sich der Gutenberg Blockeditor nur langsam in der Gunst der WordPress Webdesigner nach vorn.

Aber spätestens seit WordPress 5.6 gelaunched wurde, wird klar, dass der Gutenberg Blockeditor immer mehr in Richtung eine „Full Site Editing“ Tools wird. Viele negative Erfahrungen, die bisher über den Bock Editor gemacht und in Foren niedergeschrieben wurden, sind vielfach nicht mehr zu kritisieren.

Mittlerweile haben sich folgende Vorteile des Gutenberg Blockeditors gegenüber anderen PageBuildern ergeben:

  • Schnellste Bedienung: Der Gutenberg Blockeditor (GBE) ist direkt integriert in den Editor von WordPress und direkt daraus bedienbar mit Hilfe der „+“ Zeichen. Dabei geht die Bedienung viel schneller von der Hand als mit sämtlichen Pagebuildern.
  • Große Toolbox: die Designelemente, die „von Haus“ aus mit im GBE nutzbar sind, gehen mittlerweile über das Angebot der kostenlosen Varianten der meisten Pagebuilder hinaus.
  • Rasante Entwicklung: WordPress selbst will nach und nach die Toolbox und auch die Bedienung erweitern. Sieht man, wie schnell viele Verbesserungen seit Einführung des GBE integriert wurden, dauert es nicht mehr lange, dass der GBE den Premium Pagebuildern nachkommt.
  • Kostenlos erweiterbar: Es gibt mittlerweile viele Plugin-Anbieter, die sich nur auf die Erweiterung des GBE spezialisiert haben und maßgeschneiderte Block-Erweiterungen anbieten, die kostenlos nutzbar sind
  • Ladezeit: eins der wichtigsten Vorteile des GBE gegenüber der Nutzung eines externen Pagebuilders ist die Ladegeschwindigkeit der Webseite. Da der GBE im System von WordPress verankert ist, ist keine zusätzliche Ladezeit für die Tools notwendig. Externe Pagebuilder lassen sich zwar optimieren, die Komplexität an Code und Plugins steigt aber, was die Optimierung der Ladezeit schwieriger macht.
  • Besseres SEO: Seit 6/2021 ist die Ladezeit einer Webseite offizieller Rankingsfaktor von google. Webseiten, die schneller als vergleichbare Webseiten in der Branche sind, haben deshalb einen Wettbewerbsvorteil im Ranking von google
  • Keine Abhängigkeiten: Das größte Problem bei Nutzung externer PageBuilder ist die Abhängigkeit von diesen. Gerade bei komplexen Webseiten ist eine Überführung der Webseite in einen anderen PageBuilder oder auch den GBE nicht möglich. Da die zugrundeliegende Systeme keinerlei Kompatabilität zueinander haben, ist ein Wechseln des „Baukastens“ leider nicht möglich.
  • Weniger Updateprobleme: Nach jedem größeren WordPress Update sieht man es: die Pagebuilder Anbieter ziehen mit größeren Updates nach ein paar Wochen nach, da es zu Inkompatibilitäten kommt. Blöd, wenn dadurch die Webseite für ein paar Wochen neu überarbeitet werden muss. Aber dass es zu immer mehr Inkompatibilitäten kommen wird, liegt auf der Hand: Da der GBE und auch die Pagebuilder dieselben Arbeiten und Aufgaben erledigen, kommt es unweigerlich zu immer größeren Überschneidungen, je mächtiger der GBE wird.

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Fazit: mit schlankem Setup zukunftssicher sein

So beliebt die externen Pagebuilder auch sind: Wir glauben, dass die Zeit der PageBuilder gezählt ist. Immer mehr Webdesigner werden aus oben genannten Gründen den GBE nutzen, da hier die meisten Tools schon in der WordPress Installation integriert sind und sich ggf. kostenlos und schnell erweitern lassen. Die vielfach teuren Erweiterungen der Pagebuilder braucht es in naher Zukunft allein deshalb nicht mehr.

Es wird sich die Mehrzahl aller Webseiten mit schlanken, schnellen Themes wie Generatepress oder Astra und dem GBE erledigen lassen, sofern keine designtechnisch zu ausgefallenen Wünsche realisiert werden müssen. Der Trend zu schlanken, schnellen Webseiten mit klarer Struktur und weniger Design ist klar erkennbar, nicht zuletzt durch die Einführung der Core Web Vitals (CWV) von google im Juni 2021, wo Schnelligkeit einer Webseite ein Rankingfaktor für google ist.

Basiert Ihre WordPress Webseite also auf Pagebuildern, ist es ratsam, so schnell wie möglich auf ein schlankes System mit schnellem Theme und GBE-Basis zu wechseln. Denn der Aufwand der Umstellung wird im Lauf der Entwicklung einer Webseite nur höher und die Einbußen der Rankings aufgrund längerer Ladezeiten nicht wegzudiskutieren sein. Die Robin GmbH hilft Ihnen gern dabei 🙂


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Ramon Tissler

Über den Autor

Ramon Tissler betreibt WordPress Webdesign und SEO seit mehr als 20 Jahren. Mit seiner Expertise hat er bereits mehrere Unternehmen geleitet und zum Erfolg verholfen. Seit 2020 hilft er im Rahmen der Robin GmbH auch anderen Unternehmen in Sachen WordPress und SEO.